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Diafotografie Ich fotografiere mit einer Canon EOS 5 und Zoomobjektiv 24-85 mm. Das EOS 5-Gehäuse ermöglicht in Zusammenarbeit mit einem USM-Antrieb für
den Autofocus kurze Einstell- und Reaktionszeiten - wichtig für Aufnahmen bei Veranstaltungen mit schnellen Bewegungen. Generell gehört an jedes Objektiv ein UV-Sperrfilter und eine Gegenlichtblende. Und das in
aller Deutlichkeit: Keine Diaaufnahme ohne Gegenlichblende. Sie verhindert schräg einfallendes Streulicht und damit die Reflexionen auf der Frontlinse. Nur so nutzt man die Brillanz und Detailtreue des Diafilmes
wirklich aus. Abhängig vom Bildaufbau verwende ich über die gesamte Tageszeit (also auch in praller Mittagssonne) ein aufgestecktes Blitzgerät. Bildmotive im Vordergrund (bis ca. 5m) werden damit aufgehellt,
Schatten in den Augenpartien verhindert. Und die Farben erhalten auch bei hochstehender Sonne ihre Leuchtkraft zurück. Die Blitzleistung kann durchaus um 0,5 bis 1 Stufe reduziert werden - der Blitz soll ja wirklich
nur dezent aufhellen. Als Telezoom arbeite ich seit Kurzem mit einem Sigma 75-300mm in APO-Ausführung, d.h. es wurden 3 optimierte Linsen eingesetzt, um die optische Leistung zu verbessern. Der AF-Antrieb ist
herkömmlich ausgeführt. Er arbeitet dadurch relativ laut und nicht allzu schnell. Mir war trotzdem die optische Leistung wichtiger. Ob ein leiser und schneller AF-Antrieb nötig ist, muß jeder für sich entscheiden
(Sportfotografie, Tierfotografie). Außerdem hat das Sigma-Objektiv eine Makroeinstellung zwischen 200 und 300 mm mit dem Maßstab 1:2 und eine Gegenlichtblende (gesamt 249 EUR im Nov.02).
Zoomobjektive / Brennweitenwahl Seit dem Einsatz von Zoomobjektiven statt Festbrennweiten werden diese zuverlässig zweckentfremdet. Wie ist der gewöhnliche
(und falsche) Ablauf, um ein Foto zu schießen? Es wird solange am Zoom gedreht, bis der Bildausschnitt stimmt. Und nur im äußersten Notfall werden die Füße benutzt, um einen günstigeren Aufnahmestandpunkt zu
erreichen. Und das ist der falsche Weg. Bildausschnitte werden mit den Füßen festgelegt, sie werden erlaufen. Das Drehen am Zoom und damit das Ändern der Brennweite verändert die Bildaussage entscheidend. Ein
kleines Beispiel dazu. Ich möchte ein Porträt fotografieren und kann mein Modell gut leiden - es soll also auf dem Dia nicht entstellt werden. Ich muß dafür sorgen, daß die weit vorn im Bild befindliche Nase und die
weit hinten liegenden Ohren in ihrer realistischen Größe abgebildet werden oder sogar der Vordergrund etwas zurückgedrängt wird. Dazu wähle ich eine leicht Telebrennweite (80 mm), schaue durch den Sucher und bewege
mich solange, bis mein Modell richtig im Bildausschnitt positioniert ist. Für den Fall, daß ich mein Modell nicht leiden kann nehme ich Brennweite 24 mm und erhalte eine riesengroße Nase und kleine Ohren. Aber auch
in diesem Fall wurde die Bildaussage mit dem Drehen am Zoom festgelegt und der Bildausschnitt erlaufen. Zusammenfassung: Die gewählte Brennweite beeinflußt die Bildaussage. Telebrennweiten (>50mm) reduzieren
die Größenunterschiede der Objekte im Vorder- und Hintergrund, sie drängen die Objekte im Bild zusammen und vermitteln einen dichten Eindruck (viele Menschen bei einer Veranstaltung). Weitwinkelbrennweiten dagegen
vergrößern die Objekte im Bildvordergrund und verkleinern die Objekte im Bildhintergrund. Sie sorgen für eine tiefe Raumwirkung (Blume im VG, Berglandschaft im HG).
Blende / Belichtungszeit Die Kombination von eingestellter Blende und Belichtungszeit ist natürlich verantwortlich für die richtige Belichtung des
Filmmaterials - aber auch noch für vieles andere mehr. Genau sollte man sich dazu in der einschlägigen Literatur belesen und probieren, probieren, probieren... Soviel zum Einstieg: Die Blendenöffnung (kleine
Zahl=großes Loch) entscheidet neben Brennweite und Entfernung über die Schärfentiefe. Wird die Blendenöffnung weit geschlossen (große Zahl) wird der Bereich in der Landschaft größer, der scharf auf dem Dia
abgebildet ist. Also für scharfe Bilder die Blende weit schließen! Leider ist das nicht so einfach, weil ja damit die Belichtungszeit verlängert werden muß, um genügend Licht auf den Film zu bekommen. Und eine lange
Belichtungszeit birgt 2 Gefahren. Falls sich das Objekt der “Fotobegierde” bewegt wird es verwackelt auf dem Dia abgebildet (Personen laufen, Blumen schwanken im Wind usw.). Falls wir das Glück haben, ein unbewegtes
Objekt auf dem Film bannen zu wollen verwackelt der Fotograf garantiert beim Auslösen der Kamera. Deshalb folgende Regel für den Anfang: Die Belichtungszeit wird so gewählt, daß sie 1 Stufe kürzer als die gewählte
Objektivbrennweite liegt. Zwei Beispiele: Ich habe am Zoomobjektiv die Brennweite 50mm eingestellt und wähle eine Verschlußzeit von 1/60sec. Ich habe am Telezoom die Brennweite auf 300mm eingestellt und wähle eine
Verschlußzeit von 1/500sec. Damit wird das Problem deutlich. Je größer die Brennweite desto kürzer die Verschlußzeit und desto weniger Licht bleibt für das Schließen der Blende übrig. Leider wird auch die
Schärfentiefe immer kleiner, je größer die Brennweite wird. Diese beiden Zusammenhänge stehen also gegensätzlich vor uns - ungerechte Physik. Man sucht also nach Kompromissen und kommt dazu, ein Stativ einzusetzen,
um die Belichtungszeiten verlängern zu können. Da mir die Handhabung eines 3-Beinstatives für den Normalfall zu umständlich ist fotografiere ich viel mit einem 1-Beinstativ. Die Belichtungszeit kann dami um gut 2
Stufen verlängert werden (50mm Brennweite= 1/30sec) - und das kann manchmal viel sein (entspricht der Änderung der Filmempfindlichkeit von 100 in 400 ASA). Man kann sich natürlich, wie in der heutigen Zeit und
mit Kompaktkameras oftmals der Fall, auch mit unscharfen Bildern zufrieden geben. Im Laufe der Zeit werden unsere Augen ja auch immer schlechter!
Tonaufnahmen Für Original-Tonaufnahmen und Livekommentare bieten sich Mini-Disc-Recorder an. Bei Preisen um 500 DM liefern sie excelente Tonqualität und
kleinste Bauformen. Man sollte darauf achten, daß die Aufnahmeempfindlichkeit von Hand auszusteuern geht. In manchen Situationen ist eine automatische Aussteuerung überfordert. Die Stromversorgung im mobilen Einsatz
ist ein wichtiges Kriterium. Günstig sind Geräte, die das Anstecken eines separaten Battereiteiles (2xR6) zulassen. Als Mikrofon benötigt man mindestens ein Richtmikrofon (Niere, Superniere) und für das Einfangen
von Athmosphäre ein Stereomikrofon mit Kugelcharakteristik. Das Originalkopfmikrofon der Fa. Soundman ist dafür bestimmt die erste Wahl. Hier ein Ausschnitt aus einer email zu diesem Thema: Die OKM´s stellt
die Firma Soundman (Berlin) her (www.soundman.de). Es gibt 2 wesentliche Ausführungen (und noch einige Modifizierungen) - OKM I und OKM II. Der Unterschied liegt im Frequenzband (16 / 20 kHz) und im
Übertragungsfaktor (150 / 300 mV je Pa).Ich habe am Wochenende beide Geräte getestet und habe subjektiv keinen Unterschied im Klang der Aufnahmen hören können. Die Mikrofone haben eine Kugelcharakteristik und sind
mit dem zusätzlichen Stromversorger A3 das Beste, was es für die Aufnahme von "Liveathmosphäre" gibt. Preise: OKM I: 139,- DM OKM II: 224,- DM Stromversorger A3: 110,- DM Den Stromversorger
sollte man auf jeden Fall dazu kaufen. Er bietet die Möglichkeit, über Line-IN in das Aufnahmegerät zu gehen und hat zusätzlich einen Trittschallfilter (300 Hz - 6dB) und eine Vordämpfung (-20dB). Damit sind sogar
"nicht übersteuerte" Aufnahmen vor den Lautsprechersäulen von Stadtfestveranstaltungen kein Problem. Ich habe mir alle Teile von Georges Music-Shop schicken lassen (Rechnung, keine Nachnahme) und werde
ihm nach dem Test das OKM II zurückschicken. www.george-music-shop.de Tel. 040 4919060
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